Sternsinger 2026 | Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit

Am 10. Januar ziehen die Sternsingerinnen durch die Straßen des Pfarrverbandes MauNieWei. Mit dem Kreidezeichen „20C+M+B+26“ bringen sie als die „Heiligen Drei Könige“ den Segen „Christus mansionem benedicat“ – „Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen und sammeln für Not leidende Kinder in aller Welt, diesmal besonders für Kinder und Jugendliche in Ländern, in denen diese arbeiten müssen.

Wer den Besuch unserer Sternsinger wünscht, meldet sich gerne im Pastoralbüro: Tel. 743549 oder per eMail pastoralbuero-mauniewei@erzbistum-koeln.de

Hintergrundinformationen:

Die 68. Aktion Dreikönigssingen 2026 – Porträt

Einsatz gegen Kinderarbeit im Mittelpunkt der Sternsingeraktion

„Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ heißt das Leitwort der 68. Aktion Dreikönigssingen, bei der in allen 27 deutschen Bistümern wieder die Sternsingerinnen und Sternsinger von Tür zu Tür ziehen. Beispielland der Aktion rund um den Jahreswechsel ist Bangladesch, inhaltlich steht der Einsatz gegen Kinderarbeit im Mittelpunkt.

Bei der 67. Aktion zum Jahresbeginn 2025 hatten die Sternsingerinnen und Sternsinger mehr als 48 Millionen Euro gesammelt. In 7.328 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten hatten sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene an der Aktion beteiligt. Mehr als 1,4 Milliarden Euro sammelten die Sternsinger seit dem Aktionsstart 1959, mit denen Projekte für benachteiligte und Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert wurden. Träger der bundesweiten Aktion sind das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

Text mir Kreide geschrieben: SCHULE STATT FABRIK mit einem gelben Stern an der linken Seite mittig - Untertitel gelb hinterlegt: Sternsinger gegen KinderarbeitPhoto: sternsinger.de

Gegen Kinderarbeit und für Schutz und Bildung

Die Aktion 2026 bringt den Sternsingerinnen und Sternsingern das Thema Kinderarbeit näher und zeigt, wie wichtig die Kinderrechte auf Schutz und Bildung sind. Das Dreikönigssingen ermutigt die Sternsinger und ihre Begleitenden, sich gegen Kinderarbeit einzusetzen und eine gerechte Welt zu gestalten. Jüngste Erhebungen zeigen, wie wichtig dieses Engagement ist. Die Weltgemeinschaft hat ihr Ziel, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, nicht erreicht. 138 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten, 54 Millionen von ihnen unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Produkte aus Kinderarbeit gelangen auch in Deutschland in den Handel.

Durch den Einsatz der Sternsinger in Deutschland werden Kinder in aller Welt gefördert. Straßenkinder, Flüchtlingskinder, Mädchen und Jungen, die nicht zur Schule gehen können, denen Wasser und Nahrung fehlen, deren Rechte missachtet werden oder die ohne ein festes Dach über dem Kopf aufwachsen – Kinder in rund 90 Ländern der Welt werden in Projekten betreut, die mit Mitteln der Aktion Dreikönigssingen unterstützt werden.

Bundesweit eröffnet wird die 68. Aktion Dreikönigssingen am Dienstag, 30. Dezember, in Freiburg. Die Erzdiözese Freiburg ist zum zweiten Mal Gastgeber für einen Aktionsauftakt zum Sternsingen. Am Neujahrstag werden Sternsinger aus dem Bistum Münster im Petersdom den Gottesdienst mit Papst Leo XIV. mitfeiern. Das ZDF überträgt am Sonntag, 4. Januar, um 9.30 Uhr live einen TV-Gottesdienst mit Sternsingern aus Herne. Beispielland und Thema der Aktion Dreikönigssingen stehen dabei im Mittelpunkt. Sternsingergruppen aus allen 27 deutschen Diözesen werden Anfang Januar im Bundeskanzleramt in Berlin empfangen. Pünktlich zum Dreikönigsfest am Dienstag, 6. Januar, sind Sternsinger aus dem Erzbistum Paderborn zu Gast bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Berlin. Sabine Verheyen, Vize-Präsidentin des Europäischen Parlaments, empfängt am Mittwoch, 14. Januar, Sternsinger in Brüssel, darunter eine Gruppe aus dem Erzbistum Hamburg.